28 | 01 | 2012

VBI, BDB und AHO starten Bürokostenvergleich

24.01.2011

Der Verband Beratender Ingenieure VBI, der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure BDB und der Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung AHO rufen die freiberuflich tätigen Ingenieure und Architekten zur Teilnahme am Bürokostenvergleich für 2011 auf.
Ziel der Umfrage ist es, mit der Auswertung der Daten des Wirtschaftsjahres 2011 allen Planungsbüros in Deutschland für betriebswirtschaftliche Entscheidungen aktuelle Kennzahlen wie Umsatz pro Mitarbeiter, Gemeinkostenfaktor und Bürostundensatz an die Hand zu geben. Die Daten für den Bürokostenvergleich 2011 werden bei Ingenieuren und Architekten aller Fachrichtungen erhoben und im Juni öffentlich vorgestellt. Anschließend stehen die Ergebnisse allen Interessenten zur Verfügung. Der AHO wird die Daten auf seiner Herbsttagung zur Novellierung der HOAI am Jahresende präsentieren.
Der Fragenkatalog beschränkt sich auf die für die relevanten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen erforderlichen Kerndaten und ist auf Basis des Jahresabschlusses schnell auszufüllen. Zusätzlich bittet der AHO um das Ausfüllen eines Fragebogens für abgerechnete Projekte, mit denen die Auskömmlichkeit der Honorierung nach HOAI ermittelt wird.
Mit der Erfassung und betriebswirtschaftlichen Auswertung wurden das Institut für Freie Berufe, Nürnberg, und die UNITA Unternehmensberatung aus Mülheim betraut. Alle unternehmensbezogenen Daten werden streng vertraulich behandelt.
Die Befragung steht unter http://www.buerokostenvergleich.de als ausdruckbarer, dreiseitiger Fragebogen und als Online-Version zur Verfügung. Die Teilnahme ist grundsätzlich anonym. Auf Anfrage bietet UNITA zusätzlich als kostenpflichtigen Service eine individuelle Auswertung der eigenen Daten an. Einsendeschluss ist der 30. April 2012.

Abschlussbezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ für Abschlüsse der beruflichen Bildung aufgeben

24.01.2011

Die KFBT fordert die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern auf, ihre Pläne zur Vergabe der Abschlussbezeichnungen „Bachelor Professional" und „Master Professional" für die von ihnen vergebenen höheren Abschlüsse der beruflichen Bildung aufzugeben. Immer wieder lassen einzelne Kammern und ihre Dachverbände verlautbaren, dass sie für ihre Abschlüsse der beruflichen (Weiter-) Bildung die Abschlussbezeichnungen „Bachelor Professional" und „Master Professional" vergeben wollen, um die Berufschancen der Absolventinnen und Absolventen ihrer Ausbildungsgänge, z. B. zur/zum Fachwirt/in oder zur/zum Meister/in vor allem im internationalen Bereich zu verbessern.
Wir besitzen in Deutschland ein in dieser Form einmaliges und bewährtes System zweier einander ergänzender Ausbildungswege: Die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung und die gestufte akademische Ausbildung. Dieses System würde abgewertet und unübersichtlich, wenn die im Bologna-Prozess gemäß den Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz für Hochschulabschlüsse vorgesehenen Grade „Bachelor" und „Master" auch für berufliche Qualifikationen verwendet würden.
Die verwirrende Zunahme der Abschlussbezeichnungen wäre von großem Nachteil. Auch ein auf Zeugnissen für solche Qualifikationen enthaltener Hinweis, dass es sich nicht um einen Hochschulabschluss handele, sondern nur um eine englische Übersetzung bzw. um eine Hilfe, um die Einordnung der mit dem Abschluss erworbenen Kompetenzen in den Deutschen Qualifikationsrahmen oder in das European Qualifications Framework zu erleichtern, trüge nur zur Verwirrung bei; dies gilt umso mehr, als mit einer Einstufung in ein solches Rahmenwerk keinerlei Berechtigungen hinsichtlich Vergütung und Zugang zu höher eingestuften Bildungsgängen verbunden ist.
Die KFBT ist die bundesweite Dachorganisation der Fachbereichstage. Sie vertritt 18 Fachbereichstage der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), die in einzelnen Fachgebieten (z. B. Ingenieurwissenschaften, Informatik, Sozialwesen) mehr als die Hälfte aller Hochschulabsolventen hervorbringen.

Bertha Benz-Preis 2012 für junge Ingenieurinnen ausgeschrieben

23.01.2012

Die wissenschaftlichen Leistungen junger Ingenieurinnen zu würdigen und sie öffentlich sichtbar zu machen - dies ist ein Anliegen der Daimler und Benz Stiftung. Aus diesem Grund vergibt sie einmal jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Bertha Benz-Preis. Ausgezeichnet wird die herausragende Promotion einer Ingenieurin, Nominierungen können bis zum 15. März 2012 bei der Stiftung eingereicht werden.
Die gute Nachricht: Dank vermehrter Anstrengungen in den letzten Jahren unterrichten an deutschen Universitäten immer mehr Professorinnen. Laut Statistischem Bundesamt forschten und lehrten im Jahr 2009 rund 7300 Professorinnen, was einer fachübergreifenden Quote von rund 18 Prozent entspricht. Damit konnte der Anteil weiblicher Hochschullehrer seit 1995 immerhin mehr als verdoppelt werden.
Bedenkenswert: Bei genauerem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass Frauen gerade in den Natur- und Technikwissenschaften immer noch schwach präsent sind. Lag der Anteil der Professorinnen in den Sprach- und Kulturwissenschaften bei über 30 Prozent, betrug er in den Ingenieurwissenschaften gerade einmal neun Prozent. Diese Situation spiegelt sich auch im Berufsleben wider: Im Jahr 2010 waren lediglich 15 Prozent aller Ingenieure weiblich. Daraus folgt: Die Daimler und Benz Stiftung fördert gezielt junge Ingenieurinnen und weist öffentlich auf ihre Leistungen hin. Aus diesem Grund vergibt sie 2012 zum mittlerweile vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Bertha Benz-Preis. Er wird am 26. Juni anlässlich der Bertha Benz-Vorlesung in Heidelberg verliehen. Die Daimler und Benz Stiftung ruft die Präsidenten und Rektoren deutscher Universitäten mit technischen/ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen und Promotionsrecht sowie die Leiter von Forschungseinrichtungen dazu auf, bis zum 15. März 2012 geeignete Kandidatinnen zu nominieren.
Cäcilie Bertha Benz (1849-1944) setzte sich bereits vor rund 120 Jahren über gesellschaftliche Vorurteile hinweg und begeisterte sich für Technik. Ihr Name dient dem Preis nicht nur als Namensgeberin sondern auch als Leitbild. Es bleibt in hohem Maße ihrer Tatkraft und ihrem Engagement zu verdanken, dass ihr Ehemann Carl Benz (1844-1929) als Erfinder des Automobils Geschichte schrieb. Sie investierte das Kapital ihrer vorzeitig ausbezahlten Mitgift in das neu gegründete Unternehmen ihres damaligen Verlobten. Später war sie auch seine Partnerin in sämtlichen unternehmerischen Angelegenheiten und testete zusammen mit ihm Motoren. Im August 1888 fuhr Bertha Benz gemeinsam mit den Söhnen Eugen und Richard ohne das Wissen ihres Mannes mit dem Benz Motorwagen Nr. 3 von Mannheim nach Pforzheim. Diese erste Überlandfahrt verschaffte der Firma große Anerkennung und läutete ihren wirtschaftlichen Aufstieg ein. Mit dem Preis würdigt die Stiftung Bertha Benz' technischen Enthusiasmus, ihre unkonventionelle sowie in Hinsicht auf ihre Vision hin unbeirrbare Persönlichkeit.
Die detaillierten Nominierungsvoraussetzungen sowie weitere Informationen zur Stiftung finden Sie unter www.daimler-benz-stiftung.de.

ZBI-Vizepräsident trifft Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen

23.01.2012

Nach der Teilnahme an einem Neujahrsempfang in Castrop-Rauxel nutzte der Vizepräsident des ZBI, Heinz Leymann, die Gelegenheit zu einem Gespräch mit der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen Christine Lieberknecht und dem Bundestagsabgeordneten Philipp Mißfelder. Lieberknecht ist seit dem 30. Oktober 2011 Thüringer Ministerpräsidentin und zudem Landesvorsitzende der CDU Thüringen sowie stellv. Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Mit Philipp Mißfelder fanden bereits in der Vergangenheit Gespräche statt. Beispielsweise konnte der Vizepräsident des ZBI mit seiner Unterstützung am Rande einer politischen Veranstaltung in Castrop-Rauxel im Jahre 2009 mit dem damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch ein Gespräch führen, bei dem er kurz den Ingenieurverband IfKom und den ZBI als deren Dachverband mit über 50.000 Mitgliedern vorstellen und dabei das Thema bundesweite Breitbandversorgung ansprechen konnte.
Philipp Mißfelder ist seit 1999 Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschland und seit 2002 Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschland. Seit 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestags, seit 2008 Mitglied im Präsidium der CDU Deutschlands und stellvertretendes Mitglied im Vorstand der Europäischen Volkspartei (EVP). Darüber hinaus ist Mißfelder ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Investitionen in die akademische Bildung

12.01.2012

Die deutschen Unternehmen, die in die akademische Bildung investieren, fördern den Nachwuchs möglichst praxisnah: Fast jeder zweite in dieser Hinsicht engagierte Betrieb ermöglicht Studenten ein Praktikum. Gut ein Drittel investiert in Mitarbeiter, die parallel zu ihrer Berufstätigkeit einen Hochschulabschluss erwerben. Ebenfalls gut ein Drittel der Unternehmen unterstützt Studenten bei ihrer Abschluss- oder Doktorarbeit, indem die Firmen den Nachwuchsakademikern die Möglichkeit geben, eine betriebliche Problematik wissenschaftlich zu analysieren.
Am häufigsten profitieren die ökonomischen Fakultäten von den Zuwendungen der Betriebe – rund jedes zweite Unternehmen fördert die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. An zweiter Stelle rangieren die Ingenieurwissenschaften (32 Prozent), gefolgt von den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (22 Prozent).
Insgesamt haben die Unternehmen in Deutschland im Jahr 2009 mehr als 2,2 Milliarden Euro in die akademische Ausbildung an den Hochschulen investiert. Davon erhielten die Hochschulen rund 640 Millionen Euro in Form von finanziellen Zuwendungen, Sach- und Servicespenden sowie von Stiftungsprofessuren. Rund 1,5 Milliarden Euro kamen den Studenten direkt zugute.
Christiane Konegen-Grenier, Thorsten Lang, Mathias Winde: Investitionen in die akademische Bildung. In: IW-Trends 4/2011

Talentförderprogramm "Fraunhofer MINT-EC-Talents" startet

10.01.2012

Mitte Januar startet ein einzigartiges Förderprogramm für besonders begabte Schüler in ganz Deutschland. Entwickelt wurde das Programm von der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen (MINT-EC), dem mit bundesweit 147 Gymnasien und etwa 100.000 Schülern größten deutschen Schulnetzwerk. Das „Fraunhofer MINT-EC Talents"-Programm begleitet und fördert Schülerinnen und Schüler für insgesamt drei Jahre, von der 10. Klasse bis zum Abitur. Die Förderung findet in zwei Fachgruppen statt: Die Chemie-Gruppe wird vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen, die Mathematik-Gruppe vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern betreut. Weitere Infos: www.mint-ec.de 

„VOB to go“ - Neue VOB-App für iPhone und iPad

05.01.2012

Nahezu täglich sind Architekten, Ingenieure, Bauleiter und Handwerker mit Fragestellungen rund um die VOB konfrontiert. Aber wo findet man auf der Baustelle schnellen und zuverlässigen Expertenrat? Die neue App „VOB to go" bietet genau dies: Den Text der VOB/B sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur VOB für iPhone oder iPad.
Die Fragestellungen rund um die Anwendung der VOB/B und des aktuellen Baurechts werden jeweils in einzelnen Beiträgen von Experten kurz und prägnant beantwortet. Die Beiträge sind übersichtlich nach den Kategorien Abnahme, Abrechnung, Gewährleistung, Kündigung oder Sicherheiten sortiert. Dort werden auch weiterführende Vorschläge zu den jeweiligen Dokumenten genannt. Zusätzlich können die benötigten Informationen gezielt per Volltextsuche gefunden werden. Durch den Download der einzelnen Informationen entsteht nach und nach eine individuelle VOB-Bibliothek.
Mit dem App-eigenen Reader können alle Beiträge direkt und ohne weitere Software gelesen werden. Inhaltsverzeichnisse, die Möglichkeit Lesezeichen zu setzen sowie verlinkte Schlagworte vereinfachen die Nutzung der Dokumente.
Die App „VOB to go" ist für iPhone und iPad erhältlich. Der Download der App in iTunes ist kostenlos. Bereits enthalten sind der Verordnungstext der VOB/B sowie zwei Beiträge zu Praxisfragen der VOB.

(Presseinformation Forum-Verlag Herkert GmbH)

IW-Verbandsumfrage 2012: Die Zuversicht überwiegt

02.01.2012

Das Abflauen der Weltkonjunktur und die Ungewissheit bezüglich der Folgen der Schuldenkrise gehen auch an der deutschen Wirtschaft nicht spurlos vorüber. Dennoch präsentieren sich viele Branchen in guter Verfassung und erwarten ein positives Jahr 2012." So fasst Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die Ergebnisse der diesjährigen IW-Verbandsumfrage zusammen. Zwar geben 23 der 46 befragten Verbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei derzeit schlechter als noch vor einem Jahr. Trotzdem überwiegt beim Blick auf 2012 die Zuversicht: 26 Branchen erwarten einen höheren Umsatz bzw. eine höhere Produktion als im Jahr 2011, weitere 9 Branchen rechnen mit konstanten Zahlen. „Von einem starken Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung ist daher derzeit nicht auszugehen", so der IW-Direktor. Auch hinsichtlich der Investitionstätigkeit und der Beschäftigung üben sich die Wirtschaftsverbände keinesfalls in Schwarzmalerei. Mit 29 Verbänden erwartet die Mehrheit ein gleichbleibendes Investitionsvolumen ihrer Mitgliedsfirmen. Zudem gehen 31 Branchen von stabilen Beschäftigtenzahlen aus, nur 8 befürchten einen Arbeitsplatzabbau. Prof. Hüther betont allerdings auch, dass Unternehmen und private Haushalte derzeit stark verunsichert seien und dass die anhaltenden Diskussionen um die staatlichen Schuldenprobleme und die Zukunft des Euro die Perspektiven eintrüben könnten.

VBI: Bundeswirtschaftsministerium muss Gutachten zur neuen Honorarstruktur zügig vergeben – Umsatzrenditen in den Büros erheblich zu niedrig

25.12.2011

„Die Wettbewerbsfähigkeit unabhängiger deutscher Planungsbüros und Ingenieurgesellschaften darf nicht länger eingeschränkt sein. Umsatzrenditen von durchschnittlich 2,2 %, wie jetzt vom AHO veröffentlicht, sind für Unternehmen dramatisch, weil sie der Substanz der Büros massiv schaden. Es fehlen Mittel für Investitionen, für Fortbildung und das Gehaltsniveau ist oft so niedrig, dass unabhängige Planungsbüros kaum mit anderen Arbeitgebern konkurrieren können. Daher muss das Bundeswirtschaftsministerium das anstehende Gutachten zur Ermittlung der erforderlichen Honorarhöhen im Zuge der aktuellen Novellierung der Honorarordnung der Architekten und Ingenieure HOAI unverzüglich beauftragen. Der Zeitplan für die HOAI-Novellierung darf keinesfalls gefährdet werden." Dies sagte die kommissarische VBI-Hauptgeschäftsführerin Sabine von Berchem in Berlin.

Das Bundeswirtschaftsministerium plant gemäß den Koalitionsvereinbarungen von CDU/CSU und FDP die 2009 novellierte HOAI in dieser Legislaturperiode fortzuschreiben. Hintergrund dafür ist, dass die Honorare vor zwei Jahren völlig unzureichend nur als Abschlag erhöht wurden. Eine Analyse der Kostenstruktur der Ingenieur- und Architekturbüros und eine realistische Bewertung der erforderlichen Honorare blieb aus. Die gültige HOAI basiert auf Daten von 1996. In 13 Jahren wurden die Honorare nur um 10 % erhöht, was einer jährlichen Steigerung von rund 0,8 % entspricht. „Die aktuelle HOAI bewertet die Leistungen der Büros in vielen Bereichen viel zu gering. Ingenieure müssen ihre Arbeit gesetzlich bedingt zu Billigpreisen erbringen. Das schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland in erheblichen Maße, denn unsere Unternehmen können sich so nicht gesund entwickeln und konkurrenzfähig im Wettbewerb bestehen. Der VBI fordert das Wirtschaftsministerium auf, den Zeitplan für die HOAI-Novellierung bis Mitte 2013 einzuhalten und das erforderliche Gutachten zur Überprüfung der Honorarstruktur unmittelbar zu beauftragen", so von Berchem weiter.

Rösler: Vorschlag zur EU-Berufsqualifikationsrichtlinie enthält Licht und Schatten

21.12.2011

Die EU-Kommission hat Ende Dezember ihren Vorschlag zur Modernisierung der Berufsqualifikationsrichtlinie präsentiert. Damit soll die Anerkennung von Berufsqualifikationen in Europa erleichtert und es Fachkräften ermöglicht werden, in anderen Mitgliedstaaten zu arbeiten.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Dr. Philipp Rösler: "Der Vorschlag der Kommission vereinfacht die bisherigen Anerkennungsverfahren. Berufsausweise, automatische Anerkennung und schlanke Verfahren sind dafür die wesentlichen Bausteine. Davon profitieren alle: die Bürger, die überall in der Europäischen Union ihren Beruf ausüben können, die Wirtschaft, der Fachkräfte fehlen, und der Binnenmarkt, der weiter ausgebaut und vertieft wird."

Eine Neuerung der Reform ist die Einführung von Berufsausweisen. Insbesondere mobile Berufsgruppen wie Ingenieure werden Nutznießer der neuen Berufsausweise sein.

Bundesminister Dr. Rösler: "Mit der Überarbeitung der Berufsanerkennungsrichtlinie können die Möglichkeiten des Binnenmarktes noch besser genutzt werden. Gerade Fachkräften aus anderen Mitgliedstaaten werden neue Mobilitätsmöglichkeiten eröffnet. Sie sind uns willkommen und sollten einfach und unkompliziert in Deutschland arbeiten können. Dafür werden die Anerkennungsverfahren entschlackt und auch der geplante Berufsausweis kann dabei hilfreich sein. Er bündelt - als elektronisches Verfahren - die Bestätigungen über die im Heimatstaat erworbenen Qualifikationen, so dass umständliches Nachfragen der deutschen Anerkennungsstellen bei den unterschiedlichen Stellen des Heimatstaates entfallen kann. Auf diese Weise kann dann von uns schnell und unbürokratisch geprüft werden, ob die erworbenen Qualifikationen ausreichen und wo noch nachgebessert werden muss. Wichtig ist aber, dass Berufsausweise für die Bürger freiwillig sind und das Anerkennungsverfahren im Empfangsstaat nicht ersetzen dürfen."

Neue EU-Schwellenwerte für Auftragsvergabeverfahren

19.12.2011

Die EU-Kommission hat mit Verordnung (EU) Nr. 1251/2011 der Kommission vom 30.11.2011 zur Änderung der Richtlinien 2004/17/EG, 2004/18/EG und 2009/81/EG des Europäische Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Schwellenwerte für Auftragsvergabeverfahren (Amtsblatt der Europäischen Union L 319 vom 02.12.2011, S. 43) neue Schwellenwerte für die Vergabe öffentlicher Aufträge festgelegt. Die Verordnung tritt am 01.01.2012 in Kraft. Es gelten dann folgende erhöhte Schwellenwerte:
  • Bauaufträge: 5.000.000 Mio. Euro (bisher: 4,845 Mio. Euro)
  • Dienstleistungs- und Lieferaufträge: 200 000 Euro (bisher: 193 000 Euro)
  • Dienstleistungs- und Lieferaufträge im Sektorenbereich: 400.000 Euro (bisher: 387 000 Euro)
  • Liefer- und Dienstleistungen der Obersten oder Oberen Bundesbehörden: 130 000 Euro (bisher: 125 000 Euro)
Die Schwellenwerte der aktuellen Vergabeverordnung (VgV) gelten zunächst über den 31.12.2011 hinaus weiter, da diese niedriger und somit „strenger" als die auf EU-Ebene festgelegten Schwellenwerte sind. Erst wenn eine entsprechende Änderung der VgV in Kraft getreten ist, gelten die höheren Schwellenwerte der EU-Verordnung auch auf nationaler Ebene. Diese Änderung befindet sich im Gesetzgebungsprozess und soll im Februar im Bundesrat beschlossen werden.
Für den Sektorenbereich (Aufträge im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung) bedarf es demgegenüber keiner Umsetzung der EU-Schwellenwerte in der Sektorenverordnung, da die Sektorenverordnung eine dynamische Verweisung auf die Schwellenwerte enthält. Die EU-Schwellenwerte gelten damit im Bereich der Sektorenverordnung unmittelbar.

Deutscher Zukunftspreis 2011 verliehen

15.12.2011

Prof. Dr. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer sind die Preisträger 2011 des Deutschen Zukunftspreises. Sie erhielten die begehrte Trophäe für ihr Projekt „Organische Elektronik - mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten" . Der Bundespräsident ehrt mit seinem „Preis für Technik und Innovation" Menschen, die mit Kreativität, Wissen und Können nach überzeugenden Lösungen für marktfähige Produkte suchen. Der Zukunftspreis ist mit mit 250.000 Euro dotiert.

Mehr Ingenieursachverstand für die technische Verwaltung

12.12.2011

Der Präsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Körperschaft des öffentli-chen Rechts, kritisiert die aktuelle Entwicklung, nach der immer weniger Ingenieure in den öffentlichen Dienst eingestellt werden. „Dadurch entsteht ein dauerhafter Mangel an technischer Kompetenz in der Verwaltung", betont Kammerpräsident Dipl.-Ing. Rainer Wulle . „Technischer Sachverstand ist jedoch unerlässlich, gerade auf der Seite der öffentlichen Hand als Auftraggeber von Bauvorhaben aller Art. Bei Auftragsvergaben muss gewährleistet werden, dass sowohl die Ausschreibung als auch die Prüfung der Angebote mit Ingenieurkompetenz durchgeführt werden. Dies gilt ebenso bei Störungen oder Änderungen im Bauablauf. Der Beratende Ingenieur braucht ein adäquates Gegenüber, das heißt, qualifizierte Ingenieure in der Bauverwaltung."
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Bachelor muss berufsbefähigend sein!

25.11.2011

ZBI-PrsidiumDer ZBI stellt fest, dass der Bachelorabschluss der Ingenieurwissenschaften gemäß den Bolognabeschlüssen der erste berufsbefähigende Abschluss auch aus universitärer Ausbildung ist und fordert die Universitäten auf, dies endlich sicher zustellen. „Es ist unerträglich, dass Universitäten ihre eigenen Bachelorabschlüsse entwerten" – so die Präsidentin Iris Gleicke. Auch die Bundesländer sind gefordert die Ingenieurgesetze diesbezüglich anzupassen. Die Ingenieurkammern müssen im Interesse der Absolventen auch ihre Kriterien anpassen. Für den ZBI stellt Gleicke klar, dass Bachelor der Ingenieurwissenschaften von Universitäten und Hochschulen Ingenieure sind. Erst dann ist es vertretbar, dass Master der Ingenieurwissenschaften von Hochschulen und Universitäten zusätzlich der Titel Diplom-Ingenieur verliehen werden kann.

Weiter hat der Hauptvorstand beschlossen, das vom Präsidium vorgelegte Papier für die künftige berufspolitische Arbeit des ZBI gemeinsam fortzuentwickeln. Hierzu sind die Mitgliedsverbände eingeladen, ihre Vorstellungen einzubringen.
 
Alle Mitglieder des Präsidiums sind auf der Hauptvorstandssitzung mit überwältigender Mehrheit für die nächsten vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt worden. Der Dachverband wird damit weiterhin geleitet von Iris Gleicke, mdB (Präsidentin), Wilfried Grunau, Claus Hinrichs, Manfred Kehr und Heinz Leymann

Deutscher Brückenbaupreis 2012: Sechs Brücken in der engeren Wahl

20.11.2011

Die Bundesingenieurkammer (BIngK) und der Verband Beratender Ingenieure (VBI) vergeben 2012 zum vierten Mal den renommierten Deutschen Brückenbaupreis. Eine Jury namhafter Brückenbauexperten hat aus insgesamt 37 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen jeweils drei  Bauwerke aus den Kategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken" sowie „Fuß- und Radwegbrücken" nominiert, wie die Auslober mitteilten.
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Stand VOB : Veröffentlichungen in Kürze erwartet

20.11.2011

Nach Auskunft des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Referat B15) hat der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschusses für Bauleistungen (DVA) den neu gefassten dritten Abschnitt sowie den überarbeiteten zweiten Abschnitt der VOB Teil A verabschiedet.
Die Überarbeitung des zweiten Abschnitts habe keine materiellen Änderungen gegenüber dem bisherigen Abschnitt gegeben. Der dritte Abschnitt stimme bis auf redaktionelle Änderungen mit dem veröffentlichten Entwurf des 3. Abschnitts der VOB A mit Stand 11.08.2011 überein. Mit ihm werden die Bestimmungen der EU-Sicherheitsrichtlinie (Richtlinie 2009/81/EG) hinsichtlich Bauvergaben in die VOB überführt. Voraussichtlich im Dezember soll die Veröffentlichung im Bundesanzeiger erfolgen.
In Kraft treten kann der überarbeitete zweite Abschnitt jedoch erst nach einer entsprechenden Änderung der Vergabeverordnung (VgV), der dritte Abschnitt erst nach der Verabschiedung einer Rechtsverordnung für die Bereiche Verteidigung und Sicherheit.
Weitere Informationen des Deutscher Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen in der Kategorie Bauen und Wohnen - Bauwesen - Bauauftragsvergabe auf der Homepage des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter http://www.bmvbs.de.

Helmut Zenker als Vizepräsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg wiedergewählt

13.11.2011

Am 22. Oktober hat die Mitgliederversammlung der Ingenieurkammer Baden-Württemberg ihren bisherigen Präsidenten, Dipl.-Ing. Rainer Wulle (59), mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Ebenso wiedergewählt sind als 1. Vizepräsident der Stuttgarter Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann und als 2. Vizepräsident Dipl.-Ing. (FH) Helmut Zenker, aus Denzlingen bei Freiburg. Schatzmeister bleibt Dipl.-Ing. Guido Hils, Stuttgart. Die Beisitzer im Vorstand sind wie bisher Dr.-Ing. Peter Geis, Mannheim, Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Meßmer, Konstanz, und Dr.-Ing. Klaus Wittemann aus Karlsruhe. Als Beisitzer neu gewählt wurde Dr.-Ing. Dr. techn. Andreas Hutarew, Pforzheim.
Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg (INGBW) ist die Interessensvertretung aller Ingenieure in Baden-Württemberg und erfüllt als Körperschaft des öffentlichen Rechts gleichzeitig den hoheitlichen Auftrag der Landesgesetzgebung. Die Kammer steht Ingenieuren aller Fachgebiete offen. Ziel der Ingenieurkammer Baden-Württemberg ist es, den Berufsstand der Ingenieure entsprechend ihrer großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung zu stärken. Hierfür bietet die INGBW ihren Mitgliedern ein umfangreiches Dienstleistungsangebot. 

Plattform "Zukunftsfähige Energienetze" konstituiert

08.11.2011

Am 7. November hat sich im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie der Beirat der Plattform "Zukunftsfähige Energienetze" konstituiert. Aufgabe des Beirats wird es sein, die Plattform in wichtigen Fragen des Ausbaus und der Modernisierung der Stromnetze zu beraten. Mitglieder im Beirat sind die energie- bzw. wirtschaftspolitischen Sprecher aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, renommierte Wissenschaftler aus den Bereichen Energierecht, Energiewirtschaft und Energietechnik sowie Vertreter von gesellschaftlichen Gruppen. Die konstituierende Sitzung hat im Beisein des Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann, stattgefunden.
Staatssekretär Homann: "Der Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien kann nur gelingen, wenn der Ausbau der Stromnetze mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt hält. Das Unternehmen "Netzplattform", das alle Stakeholder von der Wirtschaftsseite über Umwelt- und Verbraucherverbände bis hin zu den Bundesländern einbindet, ist in dieser Form sicherlich einzigartig. Ich freue mich, dass über den Beirat jetzt auch Anregungen aus dem Bundestag, der Wissenschaft und gesellschaftlicher Gruppen für die Arbeit der Plattform genutzt werden können."
Die Beiratsmitglieder hat Staatssekretär Homann um ihre Unterstützung gebeten, die Netzplattform zum Erfolg zu führen und in einem breiten gesellschaftlichen Konsens den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze voran zu bringen. 

Prof. Dr.-Ing. Klaas Rathke neuer Arbeitskreisvorsitzender „Ingenieuraus- und fortbildung“

03.11.2011

Der Arbeitskreis 2 „Ingenieuraus- und fortbildung" hat auf seiner Sitzung am 28.10.11 Prof. Dr.-Ing. Klaas Rathke vom Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau, Landesverband Nordrhein-Westfalen (BWK NRW) einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt.
Herr Rathke, geboren 1955, ist Professor für Hydraulik und Quantitative Wasserwirtschaft im Fachbereich „Umwelt-ingenieurwesen und Angewandte Informatik" an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Herr Rathke ist sowohl im Bundesvorstand des BWK als auch im Landesvorstand NRW Referent für Bildungsfragen. Der ZBI gratuliert Prof. Rathke zu seiner Wahl und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Prof. Dr. Albrecht Pfaud vom BWK Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, der das Gremium elf Jahre geleitet hat, geht aus der Fachhochschule Koblenz, in der er Wasserwirtschaft gelehrt hat, in den wohlverdienten Ruhestand und hat den Vorsitz daher auf der Sitzung am 28.10.11 abgegeben. Der ZBI bedankt sich herzlich bei Herrn Prof. Pfaud für den jahrelangen engagierten ehrenamtlichen Einsatz und wünscht ihm für seinen Ruhestand alles Gute! 

TOP 25 Ingenieurinnen: deutscher ingenieurinnenbund e.V. (dib) hat entschieden

23.10.2011

Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens in diesem Jahr hatte der deutsche ingenieurinnenbund e.V. (dib) im März dazu aufgerufen, Ingenieurinnen für die Wahl der 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands vorzuschlagen. Zahlreiche Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Netzwerke, aber auch Privatpersonen, folgten dem Appell. Es mangelt nicht an qualifizierten Expertinnen: Über 200 Ingenieurinnen wurden für die Liste der 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands nominiert. Für die Top 25 wurden Frauen mit einem Studienabschluss oder einer Promotion in den Ingenieurwissenschaften mit deutscher Staatsbürgerschaft bzw. mit einem Arbeitsort in Deutschland berücksichtigt. Entscheidend für die Auswahl war die aktuelle Position, die die Ingenieurin besetzt.
Eine unabhängige, hochkarätig besetzte Jury, darunter Prof. dr. dr. h.c mult. Rita Süssmuth, wählte kürzlich die Top 25 einflussreichsten Ingenieurinnen Deutschlands aus. Petra Mayerhofer, Initiatorin des Projekts, zeigte sich begeistert über die Vielfalt der beruflichen Lebenswege der Ausgewählten, die sich in unterschiedlichen technischen und technologischen Berufsfeldern erfolgreich eingesetzt haben: „Eines können wir hiermit sicher zeigen: Ohne Frauen fehlt der Technik was!"

Jahrestagung des BDB Baden-Württemberg

18.10.2011

Die baden-württembergische BDB-Jahrestagung wartete auch in diesem Jahr mit vielen verschiedenen Highlights auf. So standen die Fachtagung der Stadt- und Kreisbaumeister und Bauverständigen, interessante Vorträge, verschiedene Fachexkursionen, die Jahreshauptversammlung und ein Gesellschaftsabend auf dem Programm. Alle Veranstaltungen fanden am 7. und 8. Oktober im Kurhaus Baden-Baden statt. 

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