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„Hände weg von der Bornimer Feldflur! Die Bornimer Feldflur muss erhalten bleiben!“ Das ist der Tenor der Stellungnahme der Lenné-Akademie zum 2. Entwurf des Landesentwicklungsplans Hauptstadt-Region (LEP HR), der in Berlin und Brandenburg zur Beratung gestellt ist und mit dem neue Siedlungsräume in Berlin und Potsdam und im Umland ausgewiesen werden sollen. Davon kann auch die Bornimer Feldflur im Potsdamer Nordraum betroffen sein, ein Gebiet, das sich nordwestlich an den Volkspark Bornstedt, dem BUGAGelände, anschließt.

Die Bornimer Feldflur steht seit Februar 2014 unter Denkmalschutz. Sie geht auf eine Planung von Peter Joseph Lenné von 1833 zurück und wurde ab 1842 in die Praxis umgesetzt. Sie ist der Kern einer Muster-Landwirtschaft, die den Übergang der königlichen Parkanlagen in die freie Landschaft darstellt. Die Bornimer Feldflur ist das einzige Beispiel in Deutschland, an dem man eine solche Planung heute noch studieren kann. In der Nachwendezeit ist die Bornimer Feldflur durch ein aufwendiges Flurneuordnungsverfahren reaktiviert worden; sie wurde ein Begleitprojekt zur Bundesgartenschau 2001 auf dem benachbarten Bornstedter Feld. Wegen ihrer historischen Bedeutung und der Nähe zur benachbarten Fläche des UNESCO-Welterbe Schlösser und Parks in Potsdam und Berlin regt die Lenné-Akademie an, die Bornimer Feldflur in die Welterbe-Liste zu übernehmen und damit dauerhaft zu sichern.

Lenné-Akademie