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Der Arbeitskreis „Ingenieure im öffentlichen Dienst“ des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI) hat in seinen Sitzungen über den immer noch anhaltenden Rückgang des technischen Personals in vielen Verwaltungen beraten und Gegenmaßnahmen vorgeschlagen. Anlass hierzu sind einerseits der immer größer werdende Wettbewerb um junge Kräfte und andererseits die Kostenexplosionen bei vielen öffentlichen Ausschreibungen und Baudurchführungen, da zu wenig oder gar kein eigenes Fachpersonal mehr vorhanden ist.

Daher fordert der Zentralverband der Ingenieurvereine die Aufstockung der Bau- und Technischen Verwaltungen durch qualifiziertes technisches Personal zur Wiederherstellung einer ausreichenden Fachkompetenz. Diese muss durch folgende massive Anreize erfolgen:

  • Einstellung eines Ingenieurs /einer Ingenieurin mit Bachelor-Abschluss mindestens nach E11/A11.
  • Einstellung eines Ingenieurs /einer Ingenieurin mit Master-Abschluss mindestens nach E13/A13.
  • Wiedereinführung der Technikerzulage in wirkungsvoller Höhe zur nachhaltigen Personalgewinnung.
  • Bezahlung nach A10/ A12 während der Zusatzausbildung für die Beamtenlaufbahnen zur Attraktivitätssteigerung und Gewinnung der „Besten“.

Mit großer Sorge sieht der ZBI die derzeitigen Auswirkungen fehlenden technischen Fachpersonals auf das Planungs- und Genehmigungswesen sowie auf Baudurchführungen. Betroffen sind sowohl Projekte der Öffentlichen Hand als auch der Wirtschaft. Der ZBI tritt dafür ein, ausreichenden technischen Sachverstand in den Verwaltungen vorzuhalten, diesen zu qualifizieren und angemessen zu bezahlen. Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst müssen für gut ausgebildete und leistungsbereite Fachkräfte attraktiv sein!