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robot 3308098 640 thumbDie Politik muss eindeutige Signale senden, wie sie zukünftig die rechtlichen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für den weiteren Transfer der Schlüsseltechnologie "Künstliche Intelligenz" (KI) entwickeln möchte. So sollen die Chancen der Technologie im globalen Wettbewerb genutzt werden und gleichzeitig eventuellen Risiken einer möglichen Diskriminierung sowie dem Missbrauch autonom handelnder nicht-menschlicher Intelligenz vorgebeugt werden - etwa durch Kraftfahrzeuge, Waffen, Robotik, Versicherungen und Banken. Das schreibt die FDP in ihrer Kleinen Anfrage (19/3225). Dabei soll sich die Bundesregierung nach Meinung der FDP dafür einsetzen, dass bereits bei der Entwicklung und Transferleistung die Aspekte Fairness, Datenschutzrecht, Transparenz sowie die rechtliche und gesellschaftliche Verantwortlichkeit berücksichtigt werden.

Die Abgeordneten wollen wissen, inwieweit die Bundesregierung in der Lage ist, die Auswirkungen von KI auf Makro-, Meso- und Mikro-Ebene zu bewerten oder zu beeinflussen und welches Ressort sich federführend mit den Fragen der KI beschäftigt. Ferner interessiert die FDP-Fraktion wie die nationale KI-Strategie für Deutschland (Masterplan KI), die laut Bundesregierung bis Herbst 2018 vorliegen soll (siehe auch 19/1982) in den Kontext der KI-Strategien Frankreichs, Finnlands oder anderer europäischer und außereuropäischer Staaten (z. B. der USA unter der Obama-Administration) passt. Auch möchte die Fraktion wissen, wie die Bundesregierung die Initiative von 600 europäischen KI-Forschern bewertet, die sich für die Gründung einer europäischen Forschungsgemeinschaft aussprechen (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Europaeisches-KI-Buendnis-600-Experten-fordern-groessere-Anstrengungen-4080585.html).

Quelle: Deutscher Bundestag