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IfKom Pressefoto 24 2018 10 10 thumbAls Bundesvorsitzender der IfKom – Ingenieure für Kommunikation ist der Castrop-Rauxeler Heinz Leymann erneut im Amt bestätigt worden.

Auf der Bundesversammlung in Berlin sprachen sich die etwa siebzig Delegierten am 06. Oktober 2018 einstimmig für den 62-jährigen Diplom-Ingenieur aus. Heinz Leymann ist seit 1980 Mitglied im Ingenieurverband für Kommunikation. 1988 war er zwei Jahre lang für die Pressearbeit des damaligen Bezirks Westfalen-Lippe zuständig. Von 1990 an bekleidete Leymann zwölf Jahre lang das Amt des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden. Anfang 2002 wurde der er dann zum Vorsitzenden des damaligen IfKom Bezirks Westfalen-Lippe gewählt. Von September 2002 bis Mai 2006 war Leymann Vorsitzender des Verbandsrates. Anschließend wurde er geschäftsführender Bundesvorsitzender und ein Jahr später Bundesvorsitzender. Darüber hinaus ist Leymann seit November 2007 Vizepräsident des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI), der mit etwa 50.000 Mitgliedern einer der größten Ingenieurverbände in Deutschland ist.

Neben Heinz Leymann wurden Franz-Josef Müller als stellvertretender Bundesvorsitzender, Andreas Hofert als Bundesschatzmeister sowie Reinhard Genderka und Peter Stöberl als weitere Mitglieder des Bundesvorstands gewählt.

Vor dem neuen Bundesvorstand liegen angesichts der rasanten Entwicklung der Digitaltechnik große Herausforderungen. Hat sich der Ingenieurverband in der Anfangszeit seiner Gründung vor 95 Jahren vor allem um Standesfragen seiner Mitglieder gekümmert, tragen die IfKom heute mit dem Wissen der Ingenieure um die Technik und deren Folgewirkungen zur Gestaltung von berufs- und ordnungspolitischen Entscheidungsprozessen bei. Die Bildung – nicht nur im Ingenieurbereich – zählt zu den Schwerpunkten des Verbandes.

Der Bildungsbereich steht vor neuen Herausforderungen. Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität Hagen, forderte in ihrer Rede Digitalisierungsstrategien für Bildungseinrichtungen. Diese seien jedoch selbst gefragt, Innovationsprozesse einzuleiten und Ressourcen bereitzustellen. Die Politik müsse Kooperationen im Bildungsbereich unterstützen und die Rahmenbedingen gestalten. Nicht zuletzt müssten auch die Lehrinhalte an die Anforderungen einer digitalen Gesellschaft angepasst werden. Prof. Dr. Pellert ist zudem Vorsitzende der Kooperationsplattform Digitale Hochschule NRW und Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung.

Einen rechtlichen Anspruch auf Breitbandversorgung in Deutschland stellte Staatssekretär Dr. Gerhard Schulz vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in seiner Rede noch für diese Legislaturperiode in Aussicht. Seit der Überarbeitung der Förderkriterien für Breitbandnetze im August des Jahres seien bereits über 650 Projekte mit einem Gesamtprojektvolumen von rund 3,5 Mrd. Euro gefördert worden. Die Herausforderungen umfassen aber nicht nur die Telekommunikation, sondern auch die Verkehrs-Infrastruktur. Mit der Gründung einer Infrastrukturgesellschaft mit rund 15.000 Beschäftigten will das Ministerium diese Aufgaben bewältigen.

Für die IfKom stehen die Breitbandversorgung und die Vermittlung von Digitalkompetenzen im Bildungsbereich im Fokus. Der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann fordert alle Beteiligten zu mehr Tempo bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben auf: „Als Ingenieure wollen wir unser technisches Know-how einbringen, aber auch auf wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Auswirkungen aufmerksam machen. Wir fordern die Akteure aus Politik und Wirtschaft auf, kurzfristiges Denken zurückzustellen und strategisches Handeln an den Zielen der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, der Unterstützung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft, der Modernisierung des Bildungsbereichs sowie der Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am technischen Fortschritt auszurichten“.