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Die Corona-Krise zeigt uns, wir brauchen mehr digitale Bildung. Das Lernen von zu Hause aus bedeutet nicht nur für die Schüler und Eltern, sondern auch für die Lehrer und Hochschullehrer eine enorme Improvisation mit besonderer Kraftanstrengung und einer damit verbundenen Selbstinitiative, die eine hohe Anerkennung in dieser schwierigen Zeit verdienen.

Es gibt Länder, die in dieser Hinsicht bereits weiter sind, auch wenn eine Vergleichbarkeit nicht immer gegeben ist. In diesem Zusammenhang begrüßen die Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.)

den durch eine Grundgesetzänderung im Jahre 2019 beschlossenen Digitalpakt in Höhe von über fünf Milliarden Euro, wobei erst 150 Millionen abgerufen wurden. Die Anschaffung der digitalen Lernmittel liegt in der Hoheit der Länder. Bei der IT-Ausstattung und den didaktischen Konzepten liegt Deutschland im internationalen Vergleich zurück. Aus der Sicht der IfKom besteht hierbei dringender Handlungsbedarf. Die vorgesehenen Mittel aus dem Digitalpakt sind daher schnellstens für IT-Administratoren in Schulen und für eine entsprechende Ausbildung und Unterstützung von Lehrkräften zu verwenden. Damit die Mittel zielorientiert fließen können, bedarf es eines länderübergreifenden Konzepts. Bund und Länder sollten hierbei an einem Strang ziehen. In diesem Zusammenhang begrüßen die IfKom den Beschluss, dass auch Bildungsinhalte seit Ende März zeitlich befristet finanziert werden können. Neben der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften muss zudem in digitale Lernplattformen und Lernmanagementsysteme investiert werden. In gleicher Weise ist der technische Support in den Schulen nachhaltig sicher zu stellen.

Nach Auffassung der IfKom ist es zwingend erforderlich, dass die Bundesländer und der Bund im Rahmen des Bildungsföderalismus enger zusammenarbeiten. Es kann nicht sein, dass bei den Abschlussprüfungen 16 Bundesländer 16 unterschiedliche Wege gehen. Über einen grundlegenden Systemwechsel sollte von Seiten der Politik nachgedacht werden.