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ZBI Wirtschaftsrat CDU thumb„Big Data ist der Wachstumstreiber der Wirtschaft", erklärte kürzlich der Vorsitzende der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen der CDU e.V., Peter Bisa, beim Big-Data-Symposium der Landesfachkommission. Vor einem ausgewählten Fachpublikum, darunter der Heinz Leymann (ZBI-Vizepräsident), forderte er eine sachliche Diskussion über das sensible Thema Datenschutz und erhielt dafür viel Zustimmung.

Gastrednerin Dr. Susan Wegner, Vice President Smart Data Analytics & Communication, T-Labs, unterstrich: „Datenschutz wird bei der Telekom großgeschrieben." Mit viel Aufwand würde an der Generierung synthetischer Daten gearbeitet, die Kundendaten anonymisieren. Diese stünden anschließend der Entwicklung neuer Geschäftsfelder zur Verfügung. „Während in der Industrie das Thema auf großes Interesse stößt, wird Big Data im Politikbetrieb bislang kaum wahrgenommen", berichtete Thorsten Schick MdL, Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Landtages Nordrhein-Westfalen. Damit der Industriestandort Nordrhein-Westfalen auch weiterhin intelligente Produkte anbieten könne, forderte er mehr Beachtung und Offenheit für die Chancen von Big Data. Beim Einsatz von Big Data ergäben sich aufgrund unterschiedlicher Ansätze im amerikanischem und europäischem Datenschutz rechtliche Schwierigkeiten, führte Dr. Axel Freiherr von dem Bussche, Head der Practice Area Technology, Media & Telecoms bei Taylor Wessing, aus. Während in Deutschland Unternehmen schon die Erhebung von Daten rechtfertigen müssten, gehörten in den USA Verbraucherdaten den Unternehmen. Hart sanktioniert würde Datenmissbrauch. Beide Systeme seien an ihre juristischen Grenzen gestoßen, so dass durchaus eine Chance auf Harmonisierung bestehe. Dazu sei auf beiden Seiten ein datenschutzrechtlicher Neustart nötig. Abschließend resümierte Bisa: Eine datenschutzrechtliche Wagenburgmentalität helfe dem WirtschaftsstandortDeutschland nicht, in der Zukunft Fuß zu fassen.

Der Wirtschaftsrat ist ein 1963 gegründeter bundesweiter Unternehmerverband, in dem sich annähernd 11.000 Unternehmer organisiert haben, die rund 5 Millionen Arbeitsplätze repräsentieren. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Im Landesverband Nordrhein-Westfalen sind rund 2.000 Mitglieder in 27 Sektionen organisiert. Er ist einer der mitgliederstärksten Landesverbände innerhalb des Wirtschaftsrates.