Die Sicherung des Fachkräftebedarfs, die Stärkung der MINT-Bildung sowie die Gewinnung junger Menschen für technische Berufe und die digitale Zukunft standen im Mittelpunkt eines Gesprächs von Vertretern der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) und der Fachgewerkschaft Christliche Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation (CGPT) mit dem nordrhein-westfälischen Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.
Laumann unterstrich die zentrale Bedeutung guter Arbeitsbedingungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gute Arbeit schaffe Stabilität – für den Einzelnen, für die Wirtschaft und für die Demokratie. Zugleich verwies der Minister beim traditionellen Arbeitnehmerempfang der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Hagen auf die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt. Derzeit gingen Monat für Monat Arbeitsplätze verloren, insbesondere in den industriellen Kernbranchen. Angesichts dieser Entwicklung sei entschlossenes politisches und wirtschaftliches Handeln erforderlich.
Ein wichtiger Ansatz sei nach Auffassung des Ministers die Stärkung der Sozialpartnerschaft. Unternehmen und Beschäftigte müssten gemeinsam tragfähige Lösungen für die anstehenden Herausforderungen entwickeln. Tarifgebundene Löhne bildeten dabei einen unverzichtbaren Eckpfeiler. Vor diesem Hintergrund verwies Laumann auf den vorgelegten Entwurf des Tarifentgeltsicherungsgesetzes. Mit dem Gesetz wolle das Land Nordrhein-Westfalen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ein klares Signal setzen und dazu beitragen, tarifgebundene Beschäftigung sowie faire und gute Löhne nachhaltig zu sichern.
