Die Sitzung des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI) im Deutschen Bundestag bot eine gute Gelegenheit, zentrale Anliegen der Ingenieurinnen und Ingenieure direkt in den politischen Dialog einzubringen. Der Austausch mit der Politik zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, technische Fragen und praktische Erfahrungen stärker in politische Entscheidungen einfließen zu lassen.
Zentrale Themen
Im Mittelpunkt der Diskussion standen das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, die Sicherung von Fachkräften, die Nachwuchsförderung sowie die Digitalisierung. Ebenso wurden Infrastruktur, Energiewende und Künstliche Intelligenz als Handlungsfelder benannt, bei denen ingenieurwissenschaftlicher Sachverstand und passende politische Rahmenbedingungen eine zügige Umsetzung erst ermöglichen.
Bürokratie und Umsetzungsgeschwindigkeit
Ein besonderes Anliegen des ZBI: In Deutschland ist häufig bekannt, was zu tun wäre, doch die Umsetzung kommt zu langsam voran. Zu komplizierte Verfahren, unklare Zuständigkeiten und unnötige Bürokratie kosten wertvolle Zeit. Gefordert werden daher leistungsfähige Verwaltungen und klare Abläufe – ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit.
Rolle der Ingenieurverbände
Für die teilnehmenden Verbände – darunter der Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) – ist klar: Die Perspektiven und das Know-how der unterschiedlichen Fachrichtungen der Ingenieurverbände müssen frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einfließen. Denn gute Entscheidungen entstehen, wenn politische Ziele und technische Umsetzbarkeit zusammen gedacht werden. Der direkte Dialog zwischen Politik und technischer Fachwelt hat sich dabei als wichtiges Instrument erwiesen.
Fazit
Die Sitzung unterstrich das gemeinsame Engagement der Ingenieurverbände: Es braucht mehr technischen Sachverstand dort, wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden – und schneller den Weg von der Entscheidung zur Umsetzung. Den beteiligten Ingenieurverbänden und dem ZBI gilt der Dank für den konstruktiven Austausch.
